Außergerichtlich einigen – statt Jahre vor Gericht verlieren

Zivilprozesse sind teuer, langwierig und im Ausgang ungewiss. Wer die Verhandlung zur außergerichtlichen Einigung strukturiert führt, erzielt bessere Ergebnisse – schneller und mit weniger Risiko für beide Seiten.

Gespräch vereinbaren

- bitte weiter scrollen -
Eheringe

Warum der Gang vors Gericht selten die beste Option ist

⏳

Jahre bis zum Urteil

Zivilprozesse in Schadensersatzklagen dauern häufig drei bis fünf Jahre oder noch länger durch alle Instanzen. Die wirtschaftliche Belastung während dieser Zeit trifft beide Parteien hart.

🎲

Ungewisser Ausgang

Auch eine starke Rechtsposition ist keine Garantie. Beweisfragen, Gutachterstreit und richterlicher Ermessensspielraum bei der Schadenshöhe machen das Ergebnis kaum kalkulierbar.

💸

Hohe Prozesskosten

Anwalts- und Gerichtskosten, interne Managementkapazität und Sachverständigenhonorare summieren sich schnell auf einen erheblichen Teil des Streitwerts – auf beiden Seiten.

🔓

Verlorene Handlungsfreiheit

Wer klagt, übergibt die Entscheidungshoheit an Dritte. Eine außergerichtliche Einigung lässt beide Parteien selbst bestimmen, was sie erhalten – und was sie zugestehen.


Der Schlüssel: Interessen verhandeln, nicht Positionen

Warum reine Betragsverhandlungen oft scheitern

Jeder gerichtlichen Auseinandersetzung ist die unterschiedliche Einschätzung der eigenen Rechtsposition durch die beiden Parteien inhärent. Deshalb besteht der erste Schritt zu einer außergerichtlichen Einigung immer darin die Gegenseite zu überzeugen, im Zweifel auf die eigene Rechtsposition zu verzichten, um schneller und sicherer zu einem akzeptablen Ergebnis zu kommen.

In Schadensersatzstreitigkeiten verengen beide Seiten die Verhandlung oft auf eine einzige Zahl: die geforderte bzw. angebotene Summe. Das führt regelmäßig in eine Sackgasse – denn hinter dieser Position verbergen sich weit mehr Interessen, die eine Einigung eigentlich erleichtern könnten.

Der strukturierte Ansatz stellt den Betrag zunächst zurück und klärt zuerst alle anderen entscheidungsrelevanten Bedingungen. Erst wenn diese geklärt sind, wird die Schadensersatzhöhe verhandelt – auf einer gemeinsamen, belastbaren Grundlage.

Dafür wird jedes Verhandlungsthema nach zwei Dimensionen bewertet: Wie hoch ist das eigene Interesse – und wie hoch schätzen wir das Interesse der Gegenseite? Das ergibt ein klares Bild darüber, wo Einigungsspielraum besteht und wo taktisches Geschick gefragt ist.

  1. Alle Themen vollständig listen Schadensersatzhöhe, Zahlungsmodalitäten, Vertraulichkeit, Fortführung der Geschäftsbeziehung, Referenzen, Nachbesserung – alles auf den Tisch.
  2. Interessen beider Seiten einschätzen Für jedes Thema: Was ist es uns wert? Was vermuten wir auf der anderen Seite? Ehrliche Einschätzung schlägt Wunschdenken.
  3. Themen clustern und priorisieren Das Interessensportfolio zeigt, welche Themen sich für einen „Deal" eignen, welche man taktisch nutzen kann – und wo Vorsicht geboten ist.
  4. Reihenfolge strategisch festlegen Unkritische Themen zuerst, um Vertrauen aufzubauen. Die Schadensersatzsumme kommt zuletzt – dann aber auf Basis bereits geklärter Rahmenbedingungen.
  5. Geldwert aller Themen berechnen Jedes Zugeständnis erhält einen monetären Gegenwert – so entsteht ein fairer Gesamtvergleich, den beide Seiten rational begründen können.

Das Interessensportfolio in der Praxis

Jedes Verhandlungsthema landet in einer von vier Zonen – und jede Zone erfordert eine andere Taktik. Das Portfolio unten zeigt typische Themen eines Schadensersatzprozesses wegen vertraglicher Nichterfüllung.

Interesse der Gegenseite
niedrig
mittel
hoch
hoch
Pressure
Nachbesserung der Leistung
Pressure
Zahlungsplan / Ratenzahlung Gemeinsame Pressemitteilung
Collaboration
Schadensersatzhöhe Zinsen & Verzugskosten
mittel
Pressure
Wahl des Verhandlungsorts
Collaboration
Vertragliche Anpassung für Folgeprojekte
Concede
Prozesskosten­übernahme Anwaltskosten­erstattung
niedrig
Uncritical
Form der Einigungsurkunde
Concede
Zeitpunkt der Zahlung
Concede
Vertraulichkeitsklausel Referenz­schreiben
Eigenes Interesse
Pressure – Gegenseite hat großes Interesse, für uns unwichtig: Druck ausüben! Ggf. Verhandlungsjudo
Collaboration – hohes Interesse beider Seiten: hart verhandeln, aber auch gemeinsam salomonische Lösung finden
Uncritical – geringes Interesse beider Seiten: schnell abhandeln oder zum Beziehungsaufbau nutzen
Concede – Gegenseite braucht es nicht, wir aber wollen es: Ball flach halten, Deal mit Pressure-Thema suchen

Was IFAMD Services konkret leistet

Vorbereitung

  • Vollständige Erfassung aller Verhandlungsthemen
  • Aufbau des Interessensportfolios (eigene und gegnerische Seite)
  • Monetäre Bewertung aller Zugeständnisse
  • Festlegung von Verhandlungsreihenfolge und Agenda
  • Definition von Minimalzielen und Ausstiegsszenarien

Verhandlungsführung

  • Wahlweise Coaching des Mandanten in Echtzeit oder Mandatierung des IFAMD Verhandlungsführers
  • Identifikation von „Deal"-Clustern im Interessensportfolio
  • Taktische Anpassung bei unerwarteten Zügen der Gegenseite
  • Kontrolle über Tempo und Agenda des Gesprächs
  • Vermeidung vorschneller Zugeständnisse unter Druck

Unser Ansatz

  • Unabhängig – frei von eigener Agenda
  • Ergänzt den Anwalt, ersetzt ihn nicht
  • Optional variable Vergütung anteilig am Verhandlungserfolg
  • Erfahren auf Kläger- und Beklagtenseite
  • Diskretion und Vertraulichkeit selbstverständlich

Bereit für Ihre Verhandlung?

Sprechen Sie mit Dr. Gregor Berz über Ihre konkrete Situation – ob als Kläger oder Beklagter. IFAMD Services zeigen auf, wo strukturierte Verhandlungsführung für Sie den größten Unterschied macht. Dr. Gregor Berz übernimmt gerne die außergerichtliche Verhandlung - beginnend mit der Überzeugung der Gegenseite von der allfälligen win-win-Situation.

Kontakt aufnehmen

Institut für Angewandtes Mechanism Design (IFAMD) GmbH · München