Klug einkaufen in schwierigen Märkten

Kurze Märkte, knappe Lieferkapazitäten, kollusives Verhalten – wer Industriegüter einkauft, braucht für jede Marktkonstellation die richtige Strategie. IFAMD Services liefert den strukturierten Rahmen und die Verhandlungstaktik dazu.

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Was den Einkauf von Industriegütern so komplex macht

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Knappe Kapazitäten

In Verkäufermärkten bestimmen Lieferanten das Tempo. Wer nicht als attraktiver Kunde gilt, wird hinten angestellt – oder zahlt Aufpreise, die das Budget sprengen.

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Implizite Kollusion

Auch ohne abgesprochenes Kartell können Lieferanten ähnliche Preise setzen. Wer das nicht erkennt und adressiert, verschenkt systematisch Einkaufspotenzial.

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Unterschiedliche Angebote

Spezifikationen, Lieferbedingungen, Nebenleistungen usw. unterscheiden sich zwischen den Anbietern und erfordern einen differenzierten Preisvergleich.

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Risiken generischer Strategien

Was im Einkäufermarkt funktioniert – z. B. Bündeln und Ausschreiben – kann im Verkäufermarkt das Gegenteil bewirken und den Einkäufer exponieren.


Die vier Einkaufsmarkt-Konstellationen – und was sie bedeuten

Nicht jeder Markt funktioniert gleich. Die IFAMD Matrix ordnet jedes Materialfeld anhand von zwei Dimensionen ein: dem Angebot-Nachfrage-Verhältnis und der eigenen Attraktivität als Kunde. Daraus ergeben sich vier grundlegend verschiedene Strategien.

Anhand der IFAMD Matrix wird die Marktkonstellation bestimmt. Wo steht das Materialfeld? Einkäufer- oder Verkäufermarkt? Sind wir ein attraktiver oder ein ersetzbarer Kunde? Erst danach wird die passende Verhandlungsstrategie gewählt.

Verkäufermarkt
Einkäufermarkt
ersetzbar
Eigene Position als Kunde
attraktiv
Kollaboration

Gemeinsam wachsen

Als attraktiver Kunde im knappen Markt setzen Sie auf Integration, gemeinsame Prozessoptimierung und vertikale Partnerschaften mit Schlüssellieferanten.

Wettbewerb nutzen

Ausschreiben und auktionieren

Wenn Angebotsüberhang besteht und Sie ein begehrter Kunde sind: Vergleichbarkeit herstellen, Bieter gegeneinander stellen, bestes Angebot sichern.

Bedarfe sichern

Kleinteilig und flexibel

Im knappen Markt ohne Kundenprivileg gilt: De-Bündeln, Standardisieren, Anforderungen reduzieren – und Versorgung vor Preis stellen.

Kollusion aufbrechen

Bündeln und Wettbewerb erzwingen

Wo Lieferanten stillschweigend kooperieren, hilft Bündelung von Bedarfsmengen, Langzeitverträge und konsequente Vermeidung von Preistransparenz.

← Angebot-/Nachfrageverhältnis →

Beispiel: Was tun, wenn der Markt knapp ist?

Versorgung geht vor Preis

In einem Verkäufermarkt dreht sich die Verhandlungslogik um. Wer als Einkäufer mit den Methoden des Einkäufermarkts arbeitet – große Lose bündeln, harte Auktionen fahren – riskiert, Lieferanten zu verprellen und am Ende leer auszugehen.

Die richtige Antwort hängt davon ab, wie attraktiv man als Kunde wahrgenommen wird. Attraktive Kunden investieren in Kollaboration und langfristige Partnerschaft. Ersetzbare Kunden müssen sich zunächst auf Versorgungssicherung konzentrieren – und ihre Attraktivität als Kunde schrittweise aufbauen.

In beiden Fällen gilt: Bedarfe kleinteilig sichern, Anforderungen flexibilisieren und Lieferanten nicht durch überdimensionierte Ausschreibungen überfordern.

  1. Bedarfe de-bündeln Statt großer Pakete lieber kleinere Lose ausschreiben – das erhöht die Chance, überhaupt Angebote zu erhalten, und reduziert das Abhängigkeitsrisiko.
  2. Anforderungen prüfen und reduzieren Spezifikationen kritisch hinterfragen: Was ist wirklich notwendig? Standardisierung und Design-to-Cost öffnen neue Lieferantenquellen.
  3. Eigene Attraktivität für Lieferanten steigern Pünktliche Zahlungen, planbare Abrufmengen, gemeinsame Entwicklung – wer als Partner wahrgenommen wird, bekommt Kapazität, wenn es eng wird.
  4. Kollaborationspartner identifizieren Mit den wichtigsten Lieferanten langfristige Partnerschaften aufbauen: gemeinsame Prozesse, Logistikoptimierung, ggf. vertikale Joint Ventures.

Was IFAMD Services konkret leistet

Marktanalyse & Strategie

  • Einordnung des Materialfelds in die IFAMD Matrix
  • Identifikation von Kollusion und Marktmacht
  • Bewertung der eigenen Attraktivität als Kunde
  • Entwicklung materialfeldspezifischer Strategien
  • Aufbau der Wettbewerbsmatrix Materialbedarf X Potenzielle Lieferanten

Ausschreibung & Vergabe

  • Design von Los- und Bündelstrukturen
  • Aufbau eines monetären Bonussystems für den Angebotsvergleich
  • Auktionsdesign für Einkäufermärkte
  • Sequenzielles Verhandlungsdesign in komplexen Märkten
  • Abstimmung mit dem Kunden / Freigabe für Entscheidungsverbindlichkeit

Verhandlung & Abschluss

  • Wahlweise Coaching der Einkaufsverhandler in Echtzeit oder Mandatierung des IFAMD Verhandlungsführers
  • Kommunikation mit allen Lieferanten zu Bonussystem und Verhandlungsprozess
  • Agenda Setting bilaterale Verhandlungen
  • Messung des erzielten Mehrwerts gegenüber Ausgangslage

Bereit für die nächste Verhandlungsrunde?

Sprechen Sie mit Dr. Gregor Berz über Ihre konkrete Marktsituation. Ob knappes Angebot, kollusives Lieferantenverhalten oder komplexe Ausschreibungsstruktur – IFAMD Services zeigt Ihnen, welche Strategie in Ihrem Materialfeld den größten Hebel hat und Dr. Gregor Berz wendet ihn für Sie an.

Kontakt aufnehmen

Institut für Angewandtes Mechanism Design (IFAMD) GmbH · München